Alte
Mauern - neue Freiheiten - Eine
Lange europäische Nacht.
Von Wolfgang Koczian 
"Wen kann ich denn anrufen, wenn ich Europa brauche?",
- fragte ein US-AUßenminister amüsiert. Europa alimentiert
wesentlich die Vereinten Nationen, die Europafahne aber existiert
am East River nicht. Wirtschaftlich funktioniert Europa leidlich,
politisch stürzt es von einer Sinnkrise in die andere, kulturell
lässt es sogar eine Nation wie Frankreich zu, dass die UNESCO
inzwischen von L'Oréal gesponsert wird. Bleiben Lebensart
und Poesie.
Das Streben nach Glück steht in der amerikanischen existierenden,
nicht in der europäischen, rechtlich nicht existierenden Verfassung.
Doch von der Poesie der regionalen Küchen bis zur Überwältigung
durch vollkommene Architekturen mancher alter Bauten und dem Wohlklang
der Literatur in verschiedenen Sprachen, Momente des Glücks
könnten in Europa auffindbar sein.
"
Wenn in Deutschland über Europa gesprochen wird, habe ich
Lust zu weinen, so wenig gibt es da zu träumen", sagte
Brigitte Sauzay und der Philosoph Peter Sloterdijk fordert nach
der europäischen Aufklärung die europäische Aufheiterung.
Amerika lieferte mit dem Internet (fast) alle Antworten, Europa
erhält sich mit Sokrates die Kultur des Fragenkönnens.
30.06.2007
Autor: Wolfgang Koczian
Zum Original: 
und http://www.dradio.de
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