Peter Sloterdijk im Interview mit Sven Gächter


«Es gibt lediglich Dividuen»

Singles sind multiple Persönlichkeiten, Folterbilder die Rache des Autorenfilms, und der Begriff Gesellschaft ist tot – es lebe: der Schaum. Ein Gespräch mit dem deutschen Philosophen Peter Sloterdijk über seine «Sphärentheorie».

« Ich gehöre lieber einer amüsanteren Sekte an»: Peter Sloterdijk, 57, hat die Ablehnung des Kollegen Jürgen Habermas gut verkraftet.
(Bild: Helmut Wachter)




Herr Sloterdijk, ein, zugegeben, etwas frivoles Gedankenexperiment: Anke Engelke lädt Sie in ihre Late-Night-Show ein und bittet Sie um eine dem kommunen couch potato zumutbare Synopsis Ihres neuen Buches «Sphären III». Wie würden Sie sich aus der Affäre ziehen?

Frivol erscheint mir dabei eigentlich nur die Annahme, Frau Engelke könnte noch auf ihrem Platz sein, wenn sie auf die Idee verfiele, mich in ihre Show einzuladen.

Gut. Dann nehmen wir an, Harald Schmidt würde seinen Late-Night-Dienst noch verrichten. In der späten, betont bildungsbürgerlichen Ausprägung seiner Show wäre der Talk-Gast Peter Sloterdijk doch sehr gut aufgehoben gewesen.

Ich schätze Harald Schmidt seit seiner Zeit als junger Kabarettist in Düsseldorf, als er seine Programme gern mit Zitaten aus meinem Buch «Kritik der zynischen Vernunft» spickte.

Eigentlich wäre Schmidt der ideale Hauptdarsteller, sollte die «Kritik der zynischen Vernunft» jemals verfilmt werden.

Es gibt in der deutschen Szene nicht viele, die mit dem intellektuellen Plasma, das ich in «Kritik der zynischen Vernunft» beschrieben habe, sinnvoll umgehen können. Mir fallen höchstens zwei, drei Namen ein: allen voran Bazon Brock, der als Entertainer und Provokateur, sozusagen als Diplom-Eulenspiegel des späten 20. Jahrhunderts, ein echtes Œuvre vorweisen kann. Unter den Jüngeren würde ich Christoph Schlingensief nennen und eben Harald Schmidt. Damit können wir die Liste schliessen, denn ab hier wird es eher dumpf. Es gibt zwar reichlich Humorindustrie, aber sie hat nicht diese Qualität von Schärfe.

Die «Sphären»-Synopsis für Eilige oder Einsteiger sind Sie uns trotzdem noch schuldig.

Die Schaumtheorie, die ich in «Sphären III» entwickle, ist nützlich für all jene, die begriffen haben, dass sie mit ihrem Nachbarn nichts zu tun haben wollen, und trotzdem eine gute Erklärung dafür brauchen, warum sie ihn nicht loswerden. Anders formuliert: Ich versuche, eine Antwort zu geben auf die Frage nach den Rätseln der Gleichzeitigkeit von so verschiedenen Lebensphänomenen, die auf engem Raum zusammengeballt sind, ohne sehr viel miteinander zu tun haben zu können beziehungsweise zu wollen. Schaum ist eine Metapher, die hilft, diese grossen Akkumulationen von menschlichen Lebensformen zu beschreiben – unter Vermeidung des Begriffs «Gesellschaft».

Ein Begriff, der ja auch eher in der Soziologie als in der Philosophie beheimatet ist. Trotzdem: Was stört Sie daran? Die deskriptive Unschärfe? Oder ist «Gesellschaft» für Ihren Ansatz zu makrotheoretisch?

Ich würde dem Begriff «Gesellschaft» jenen des Haushalts vorziehen. Ein Haushalt ist eine monadische Grösse, die das Potenzial besitzt, eine Welterzeugung an einer einzelnen Stelle hervorzubringen. Und zu einer Welt gehören naturgemäss mehrere – so wie Robinson seinen Freitag hatte, so hat der moderne Single seine Medien, mit denen er Realkommunikation simulieren kann. Der Single von heute ist sozusagen die Erfolgsausgabe der multiplen Persönlichkeit, die leider meist mit stark psychiatrisierendem Vokabular beschrieben wird. Das erscheint mir nicht gerechtfertigt, denn viele multiple Persönlichkeiten entwickeln gerade aufgrund ihrer elastischen Beschaffenheit besondere Stärken, unter anderem die, sich mit sich selbst nicht allzu sehr zu langweilen. Nach meiner Definition gibt es ohnehin keine Individuen, es gibt lediglich Dividuen, das heisst Teile von Paaren beziehungsweise von Haushalten, wobei ein Alleinlebender in der Regel ein Individuum ist, das durch geeignetes Training gelernt hat, mit sich selbst ein Paar – oder einen Haushalt – zu bilden.

Ein Zitat aus «Sphären III»: «Die alteuropäische Denk- und Lebensform Philosophie ist unleugbar erschöpft.» In welchem Zusammenhang steht dieser Satz mit Ihrem Diktum vom Tod der Kritischen Theorie?

In keinem unmittelbaren. Die Kritische Theorie ist aus anderen Gründen tot, als die Lebensform Philosophie erschöpft ist. Die Kritische Theorie ist tot, weil sie ihre Aufgabe, als Ziviltheologie der Bundesrepublik zu fungieren, nicht mehr überzeugend wahrnehmen kann. Selbst wenn es zutrifft, dass moderne Gesellschaften so etwas wie ein ziviltheologisch verwendbares Rahmenwerk brauchen, kann die Kritische Theorie allein ein solches nicht mehr bieten. Versucht sie es trotzdem, wird sie als Sekte auffällig, und genau das ist seit längerem zu beobachten.

Rührt die zum Teil offene Ablehnung, die Ihnen von Protagonisten der Kritischen Theorie, etwa Jürgen Habermas, entgegenschlägt, von Ihrer Weigerung her, dieser «Sekte» beizutreten?

Bei Angehörigen einer Sekte darf man eines immer voraussetzen, nämlich ein hoch ausgebildetes Sensorium für Kompatibilität. Ich habe mir immer anmerken lassen, dass ich lieber einer offeneren, amüsanteren Sekte angehören möchte, wenn wir denn tatsächlich sektenpflichtige Geschöpfe sein sollten.

Könnte man Ihr «Sphären»-Projekt als eine universalistische Theorie des Denkens beschreiben, die räumlich modelliert wird?

Ja, wobei ich «Räume» nicht im Sinne der Physik, sondern im Sinne einer Resonanzgemeinschaft definiere. Zwischen Menschen bestehen Intervalle, die kommunikativ, in gewisser Weise auch moralisch gefüllt beziehungsweise überbrückt werden. Den moralischen Intervallen zwischen Menschen gilt meine Sphärentheorie, wobei ich von der Grundannahme ausgehe, dass alle Lebewesen zunächst nur in der Geschlossenheit ihres Immunsystems existieren können. In Zukunft wird man wohl sehr viel stärker von der Begrifflichkeit einer allgemeinen Immunologie Gebrauch machen müssen, um sich darüber zu verständigen, was Menschen überhaupt miteinander gemeinsam haben können. Den Begriff «Gesellschaft» lehne ich ab, weil er allzu penetrant unterstellt, dass Menschen in allen Situationen und zu allen Zeiten in derselben Weise gemeinsame Immunsysteme ausbilden. Die «Gesellschaft» wird so als immunitärer Block konstituiert und auch vereinheitlicht. Die älteren Sozialimmunologien waren allesamt primär über eine Logik der Zugehörigkeit gesteuert. Heute jedoch werden die Umrisse einer neuen, ganz anders gearteten Sozialimmunologie sichtbar, die eindeutig zur Individualimmunologie, also zur Weltbildung und Selbstsicherung auf lokaler Ebene, tendieren. Ich denke, die Netzwerktheorie und die Schaumtheorie sind realistischer als die altbackene «Soziologie». Heute noch von «Gesellschaft» zu sprechen, ist eine Form von begrifflicher Hochstapelei.

Ist Ihre Sphärentheorie letztlich nicht der Versuch, den existenzialphilosophischen Schock abzufedern, indem Sie ihn sozusagen in Schaum betten?

Die Existenzialphilosophen haben die Unbehaustheit gewaltig übertrieben. In Wahrheit sitzen die Menschen in ihren Wohnungen und Einbildungen und federn sich ab, wie sie können. Leben heisst die Immunsysteme fortlaufend modernisieren – und eben das kann durch die Schaumtheorie schärfer als bisher gezeigt werden.
Wenn man den Medien die Funktion eines Kontroll-, also in gewisser Weise auch Immunsystems zugesteht, dann haben sie vor kurzem ganz ausgezeichnet funktioniert. Die flächendeckend veröffentlichten Folterfotos aus dem Bagdader Abu-Ghraib-Gefängnis lösten, mehr als alle Bilder vom Balkankrieg, aus Ruanda oder von diversen Selbstmordanschlägen, weltweit beispiellose Verstörung aus.

Warum? Weil man den Amerikanern «so etwas» nie zugetraut hätte?


Die Amerikaner haben seit dem ersten Golfkrieg die Regeln der Kriegsführung insofern verändert, als sie damit begannen, die Bilder vom Krieg zu manipulieren. Was man früher theatrum belli nannte, wird heute mit einem mentalen Feld identifiziert: Alle Feldherren im Zeitalter der amerikanischen Kriege gehen von der Erkenntnis aus, dass es immer zwei Kriege gibt in einem, zwei Schlachtfelder, die einander überlagern, wobei das Schlachtfeld der Bilder eine immer grössere Rolle spielt. Die amerikanischen Bilderfeldherren sind angehalten, alles wegzuräumen, was in der Öffentlichkeit der Moral der amerikanischen Truppen oder dem Ansehen der USA schaden könnte.

Dieses Kalkül ist ja nun im Fall der Folterbilder aus Bagdad spektakulär gescheitert. Ausserdem handelte es sich nicht um Kriegs-, sondern um Nachkriegsbilder.

Ja, aber der Bilderschauplatz, das theatrum belli des Imaginären, lässt sich vom eigentlichen Kriegsgeschehen nicht mehr sauber trennen. Der Bilderkrieg ist mittlerweile der eigentliche, der immerwährende Krieg. Realpolitik muss heute im Bereich der Ideen, der Fantasie gestaltet werden. Deshalb sind die bisher streng getrennt arbeitenden Fraktionen von Pentagon und Hollywood durch die Ereignisse in der Zeit der Bush-Administration näher aneinander gerückt. Die Folterbilder wiederum waren gewissermassen die Rache des Autorenfilms an diesem Pentagon/Hollywood-Komplex: eine naive, amateurhafte Produktion, die ihren eigenen Gesetzen folgt – und ihrem eigenen Gewissen. Die Folter, traditionell eher ein Bezirk der Diskretion unter Ausschluss der Öffentlichkeit, ist nun ihrerseits in das Zeitalter der Bilder eingetreten – «Sex, Folter und Video».

Bemerkenswert dabei ist auch, dass die Folterer selbst nun Teil der Inszenierung sind, allen voran Shootingstar Lynndie England, die gnadenlose US-Reservistin.

Genau. Lynndie England, eine wilde Schwester von Monica Lewinsky sozusagen, ist wie ein Amateur-Pornostar über Nacht zu Weltruhm gelangt. Das heisst, egal, ob man mit dem Präsidenten oder mit dem Feind schäkert, man hat unter den gegenwärtigen medialen Bedingungen ein ähnlich gutes Shootingstar-Potenzial.

Urheber, Komplizen oder Opfer des Bilderkrieges?

Die Berichterstattung aus erster Hand tritt immer weiter in den Hintergrund gegenüber der Berichterstattung über Berichterstattung. Nach der modernen Logik der Medialität vermag erst eine bereits erfolgte Berichterstattung zu dokumentieren, dass überhaupt etwas stattgefunden hat, worauf sich noch einmal einzugehen lohnt. So gesehen, nähert sich die mediale Welt in ihrer Funktion mehr und mehr der Börse an, wo bekanntlich Papiere, die schon hoch im Kurs sind, besonders gern gehandelt werden. Dasselbe gilt für Bilder, vor allem für Schreckensbilder: Haben sie bereits gute Notierungen, werden sie tendenziell weiter notiert. Ich habe in meiner Bilderbetrachter-Lebensgeschichte wenige Fotos von so hohem ästhetischem Gestaltungswillen und einem so makabren Sinn für die Amateurästhetik des Horrors gesehen wie jene aus Abu Ghraib.

Das Foto vom irakischen Häftling mit der schwarzen Dreiecksmütze auf dem Kopf, der schwarzen Kutte und den verkabelten Händen hat wohl jetzt schon einen Stammplatz in einer Ikonografie der Grausamkeit. Warum aber, glauben Sie, war die Wirkung gerade dieser Folterbilder eine so verheerende?

Die Welt hat möglicherweise auf diese Bilder gewartet. Wer nicht vollständig in einer Autohypnose der Solidarisierung mit den Amerikanern versunken war, hat schon relativ früh wahrgenommen, dass es mit den Motiven, die für den Irakkrieg vorgeschoben wurden, eine eigentümliche Bewandtnis hatte. Man ahnte, dass der Krieg ein Konstrukt war, entworfen nach einer bestimmten Handlungslogik, deren Anfänge in die Zeit vor dem Amtsantritt – «Machtergreifung» hätte ich fast gesagt – von George W. Bush zurückreichen. Die Weltöffentlichkeit weiss, dass wir uns im Moment mit einem Zerrbild von Amerika auseinander zu setzen haben. In dieses Szenarium fügt sich auch die Wirkungsgeschichte der Folterbilder: Sie bestätigten dieses teils dumpfe, teils artikulierte Vorwissen darüber, dass in diesem Krieg ein grosser Betrug abgewickelt worden ist.

In knapp zweieinhalb Jahren hat es die Bush-Administration geschafft, einen beispiellosen atmosphärischen Flurschaden anzurichten. Sehen Sie darin eher eine flüchtige Episode oder eine historische Zäsur, insofern, als dieser Schaden auf lange Sicht nicht reparabel sein wird?

Die Amerikaner sind heute in der Position, in der sich die Europäer in der frühen Neuzeit befanden: in der Position des korrupten Kreuzfahrers. Die Kreuzzugsidee war im 12. und 13. Jahrhundert eine der motivationsmächtigsten Ideen überhaupt. Sie entlud sich in einer Reihe von blutigen Kriegen, die letztlich zwar wenig erfolgreich waren, aber immerhin dazu führten, dass Jerusalem zeitweilig in die Hände der Christen fiel. Den Europäern war dadurch die Genugtuung beschieden, sich als Befreier und Besitzer der «wichtigsten Stelle der Welt» – des Heiligen Grabes – zu fühlen. Das Grab des Herrn war der «ground zero» des Mittelalters. Hegel hat übrigens den geheimen Kerngedanken des europäischen, religiös aufgeklärten Geistes in die Kreuzzugsenttäuschung hineindatiert: Der Geist, der sich des Absoluten zu bemächtigen versuchte, steht vor dem leeren Grab und erkennt, dass wirklich nichts drin ist und Gott also nicht länger in der Form der Äusserlichkeit, der Dinglichkeit gesucht werden darf. Damit erst wird jener Weg frei, der von den Verinnerlichungen der Mystik über die Reformation schliesslich in die moderne Subjektphilosophie führt. Nach Hegel ist die Jerusalem-Enttäuschung für das Wesen des Westens konstitutiv.

Und Sie meinen, bis zu den Amerikanern hat sich das noch nicht herumgesprochen, weil sie die von den Europäern längst abgelegte Kreuzzugsidee reanimieren und ihre «Jerusalem-Enttäuschung» noch vor sich haben?

Sozusagen. Wir haben es mit einem Halunkenkreuzzug zu tun, der möglicherweise ältere Erfahrungen im kollektiven Gedächtnis Europas zum Klingen bringt. Aber man muss nicht ins historische Unterbewusstsein hinabsteigen – allein die aktuelle Faktenlage spricht für sich: Hier wird mit einer Heilsrhetorik, die Motive des Alten und des Neuen Testaments kombiniert, eine äusserst schäbige und, was vielleicht noch schlimmer ist, eine zutiefst dilettantische Form von so genannter Weltpolitik gemacht.

Dilettantismus ist wohl das Vernichtendste, was man Realpolitikern vom Schlage eines Donald Rumsfeld nachsagen kann.


Der Begriff der Realpolitik wurde im späten 19. Jahrhundert eingeführt, um den Professionalismus im politischen Handwerk zu verankern...

...Sie spielen auf Bismarck an...

...der sich von seinen Beratern in jeder kritischen Situation erst einmal etwa zwölf Alternativen vorlegen liess, die er eingehend studierte, um schliesslich die geeignetste zu wählen. Realpolitik nach Bismarck bedeutet, sich aus Gründen, die in der Natur der Sache liegen, von den Imperativen des gesunden moralischen Menschenverstandes zu emanzipieren. Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz und ihren neokonservativen Think-Tanks dagegen ist es gelungen, den Professionalismus ganz in den Dienst des Dilettantismus zu stellen. Aus den Bereichen Militärtechnologie, Medienmanipulation, Administration, Rechtsprechung klauben sie alles zusammen, was dazu beiträgt, ihre grundsätzlich dilettantische Ausgangsposition mit einem Firnis von Gekonntheit auszustatten.

Woher aber rührt dieser prinzipielle Dilettantismus? Im landläufigen Sinne dumm sind diese Menschen ja nicht. Nicht einmal George W. Bush kann so dumm sein, wie er gern dargestellt wird.

Der Kern des Dilettantismus ist das Gefühl der Auserwähltheit: dass man nicht deshalb auf der Bühne steht, weil man etwas kann, sondern weil man eine Vision zu haben glaubt, die zu allem berechtigt. Die Vision ist gewissermassen die Arbeitshypothese des Auserwählten. Das erscheint im Fall der USA umso absurder, als die Bush-Administration nicht um ihrer Visionen willen an die Macht gekommen ist, sondern durch einen mehr oder weniger durchschaubaren, also mehr oder weniger dilettantischen Wahlbetrug. Unter diesen demokratisch höchst zwiespältigen, in Wahrheit unmöglichen Prämissen ist die Bush-Regierung angetreten und hat dem System schon dadurch schweren moralischen Schaden zugefügt. Und so ging es weiter.

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Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft.
Suhrkamp. 954 S., Fr. 27.40
Sphären I – III.
Suhrkamp. 2500 S., Fr. 123.–

Sven Gächter, 1962 in der Schweiz geboren, ist seit 2002 Chefredaktor beim österreichischen Nachrichtenmagazin Profil. Zuvor leitete er das Kulturressort.